Gatte der medea. Grillparzer, Franz, Dramen, Das goldene Vlies, Medea, 1. Akt


Leopoldo ᐅ GATTE DER MEDEA
  • Stevie Das fällt uns an und quält uns ab und ab.
  • Thaddeus Ganz anders klang, was ich von euch vernahm. Wahrhaftig, es stünde besser in der Welt, wenns keine Weiber gäbe! Ihr sollt, so hoff ich, hier in diesem Land Korinth Mit euren Brüdern noch dereinst die Ersten sein.
20.04.2020
Stuart Mamma Medea
  • Earnest Hin ist der Schwüre Treue, und nicht weiß ich, ob Du meinst, der Gott von ehedem regiere jetzt Nicht mehr, und neue Rechte gelten in der Welt, Indem der Meineid dir bewußt ist gegen mich. Und die sich, als der Fremde, der Grieche Jason, vor ihr steht, verliebt, alles riskiert und sich hineinstürzt in eine Amour Fou.
  • Dustin Seitdem irr ich durch Hellas weite Städte, Der Menschen Greuel, meine eigne Qual, Und, nimmst du mich nicht auf, ein Ganzverlorner! Gesündigt hab ich damals, als ich meines Vaters Haus verließ; da fing mein Elend an, als ich mich durch den treulosen Griechen bethören ließ, der mir mit Gottes Hülfe büßen soll. Hättst du sie dort gesehn im Drachenhorst, Wie sie sich mit dem Wurm zur Wette bäumte, Voll Gift der Zunge Doppelpfeile schoß, Und Haß und Tod aus Flammenaugen blinkte, Dein Busen wär gestählt gen ihre Tränen.
07.04.2020
Lee ᐅ GATTE DER MEDEA
  • Edgardo Ich gehe gern, wohin du mich geleitest, Nimm dich der Armen, der Verlaßnen an, Und schütze mich vor jenes Mannes Blick! Glaubt ihr denn, ich hätte diesem Könige umsonst gute Worte gegeben? Ich habe keine Heimat mehr, kein Vaterhaus, für mich giebts aus dem Unheil kein Entrinnen.
  • Anibal Wie nichtig muß ihr diese Weisheit in ihrem Unglück und in ihrer Erniedrigung vor- kommen! Ich will lieber noch eine Weile warten.
13.05.2020
Tommie Grillparzer, Franz, Dramen, Das goldene Vlies, Medea, 1. Akt
  • Patrick Oh, hätt ich sie nie doch gezeugt, dann müßt Ich sie jetzt nicht sehen erschlagen! Dem Herakles, der sein Weib verließ, Von anderer Liebe gelockt, Sandte sie rächend ein leinen Gewand; Als er das antat, sank er dahin In Qual und Angst und Todesschmerz, Denn sie hatt es heimlich bestrichen Mit argem Gift und schnellem Tod. Des Sehergotts uralten Thron verließ ich jüngst.
20.05.2020
Gerald Medea (Theater Augsburg)
  • Heath Mit dem bloßen Schwerte in der Hand auftretend. Nur hebt sie wohl den totenbleichen Nacken auf Und jammert um dt:n Vater still in sich hinein.
01.04.2020
Augustus Full text of Medea und das goldene Vliefs von Grillparzer
  • Bobby Klar sei der Mensch und einig mit der Welt! Sie flieht, vom Sessel aufgesprungen, ganz in Glut, Hinüber und herüber werfend Haupt und Haar, Den Kranz hinwegzuschleudern, doch fest hafteten Des Goldes Fesseln, und das Feuer loderte, Indem das Haar sie schüttelt', noch zweimal so stark. Jason erscheint wieder als der glattzüngige Heuchler, der nur das Beste der Seineu will.
10.04.2020
Marion Medea
  • Bennie Hin werf ich mich vor dir und faß dein Knie, Und nach dem Kinne streck ich meinen Arm; Gewähre, was ich bat, gib Schutz und Zuflucht! Ich bin verlassen, ohne Heimat, bin verhöhnt Vom Manne, der aus fremdem Land mich weggeraubt, Hab weder Mutter weder Bruder weder Freund, Um wegzuziehen, fort von diesem Ungemach! So werd ich rettungslos verloren sein! Gefunden hast du, glaub es, einen Schatz an mir: Ich kann dir helfen, kann dir Kindersegen noch Verschaffen.
14.04.2020
Dario Grillparzer, Franz, Dramen, Das goldene Vlies, Medea, 2. Akt
  • Moses Doch sehn sie auch, was uns zur Tat gebracht.
  • Yong Du warsts, die meiner Tochter Das Blutgeschenk gebracht, das sie verdarb! Es ist echt dramatisch, wie der Dichter die That vor unsern Augen entstehen läßt. Das sagt sich gut, allein es übt sich schwer.
12.05.2020
Ira Full text of Medea und das goldene Vliefs von Grillparzer
  • Ezra Tun will ich es, ob sie gehorcht, bangt mir: Gern opfr ich noch die gefällige Müh, Obwohl sie so wild wie die Löwin im Bett Anstieret die Mägd, wenn eine zu ihr In die Näh hintritt, sich zu reden erkühnt. Wo üppiges Mahl Uns lächelt — wozu wetteifert der Schall? Wenn ich das Schwert hier zwanzigmal Dir stoß in deinen Leib — was ists dagegen? Du siehst, Medea, nun, Die Kinder wollen nicht, und also geh! I alle versioner af myten før Euripides fremstilles Medea som en af en barbarkvinde, der ved snuhed får bugt med den græske helt.
23.05.2020
Ariel Mamma Medea
  • Daren Denn was ich tat, zu Liebe tat ichs dir.
  • Nolan Da lächelt sie, trotz ihren bittern Tränen, Und leise schluchzend spricht sie: 's ist nicht viel, Was tut der Schmerz? Und darum soll Medea fort von dir? Von Haus und Herd vertrieben, ausgestoßen, Fleh ich zum Gastfreund um ein schützend Dach. Du Zeuge von der Meinen Untergang, Besprützt mit meines Vaters, Bruders Blut, Du Denkmal von Medeens Schmach und Schuld.
05.04.2020
Kennith Grillparzer, Franz, Dramen, Das goldene Vlies, Medea, 5. Akt
  • Buddy Sieh mir ins Antlitz, wenn dus wagst! Aber wenn du mein bedarfst, So sprich, was willst du? Des blnteen Unheils Nähe überwältigt mich. Medea ist bis zum Tode betrübt und fleht um Erlösung von dem Jammer und Elend ihres Daseins.
27.04.2020
Dane Grillparzer, Franz, Dramen, Das goldene Vlies, Medea, 5. Akt
  • Ahmed Dann aber hielt sie schaudernd sich die Augen zu, Als sie die Kinder nahen sah, und wandte ab Ihr bleiches Antlitz; dein Gemahl bemühte sich, Des jungen Weibes Grollen zu besänftigen und sprach: Dn darfst nicht hassen, die dein Gatte liebt.
  • Dan Damals versah ich's, als ich meiner Ahnen Haus Verließ, verleitet vom Geschwätz des griechischen Manns, Der seine Falschheit mir mit Gott jetzt büßen soll. Zieh hin aus meiner Väter frommen Stadt Und reinige die Luft, die du verpestest! So liegen Kind und Vater beieinander da — Ein Sterben wabrlich, das des Mitleids Thränen weckt.
28.04.2020